Samstag, 27. Juni 2015

Midsommar 2015: von Senf-Auberginen, veganen ''Köttbullar'', Kanelbullar vom Grill und tierischem Besuch

Ja, ich bin etwas spät dran mit diesem Beitrag, denn Midsommar war bereits letztes Wochenende - irgendwie steht Midsommar jedes Jahr aufs Neue so plötzlich vor der Tür, dass man es hier in Deutschland gar nicht so mitbekommt. Lustigerweise "feierte" mein real,- Midsommar: es gab Pippi Langstrumpf und Rentier-Stofftiere, auffällig vieles in gelb & blau und ein paar Schweden-Fähnchen hingen verloren in  der Gegend rum... und dann das: Midsommar wurde mit "ø" geschrieben, also "Midsømmar"... ääääh? Keine Ahnung warum und wieso. Jedenfalls: Midsommar mit "ø" gibts nicht.

Was es an Midsommar so alles bei mir gab: Senf-Auberginen als vegane Alternative zum "senapssill", Köttbullar (die Klößchen von vegetaria fix umbenannt) und Kartoffelsalat von Oma. Die Würstchen (von Taifun) hat mein Onkel mitgebracht - also landeten sie einfach auch mit aufm Grill. Und Bier. Ich liebe Bier:




Senf-Auberginen... oder: senapsaubergine:

Zutaten für ein großes Glas:

2 Auberginen

5 EL Senf,
1 EL Essig
3 TL Zucker
100ml Öl
100ml Sojacuisine
frischer Dill
Salz & Pfeffer
1 - 2 TL Fischgewürz (z.B. von "Fuchs")


Die Auberginen Schälen, in dünne Scheiben und anschließend in etwa 2 cm x 3 cm große Stücke schneiden. In gesalzenem Wasser etwa 7 - 10 Minuten nicht allzu weich kochen. Abgießen und etwas abkühlen lassen.

Für die Marinade vermischt man zunächst den Senf mit Zucker, Salz, Pfeffer und Essig. Mit dem Quirl eines Handrührgeräts mischt man anschließend das Öl unter. Fügt dann die Sojacuisine und das Fischgewürz* hinzu und verrührt alles bis die Masse dickflüssiger wird (die Konsistenz sollte Majo-ähnlich sein). Zum Schluss den frischen Dill einrühren. 

Die Auberginen zur Marinade geben und einige Stunden - am besten über Nacht - im Kühlschrank durchziehen lassen.

(* Dieses Mal habe ich das Fischgewürz im Mixer zu feinem Pulver gemahlen; dadurch ist das ganze irgendwie ziemlich scharf geworden... trotzdem wars ziemlich lecker!)


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Kanelbullar vom Grill

Zu Midsommar gehören für mich Kanelbullar - weil die Zimtschnecken eben so typisch schwedisch sind :) Aber da ich keine Lust auf welche vom Vortag hatte, dachte ich mir, dass man Kanelbullar doch bestimmt auch auf dem Grill zubereiten kann. Ja, ich muss sagen, es klappt doch ganz gut - auch wenn die ersten mit kleinen Schönheitsfehlern vom Grill kamen.

Für 10 Kanelbullar:

Teig
75g Margarine
250ml Sojadrink naturell
1/2 Würfel frische Hefe

450 - 500g Dinkelmehl Type 630
1/4 TL Salz
75g Zucker
1 TL Kardamom


Da das Zubereiten vom Hefeteig im Garten doch etwas anders ist als zu Hause in der Küche - was heißt anders, etwas "umständlich" halt, habe ich am Tag zuvor die trockenen Zutaten miteinander vermengt, die Hefe, den Sojadrink und die Margarine vor Ort zugegeben und zu einem Teig verkneten:

In einem Topf die Margarine schmelzen, dann den Sojadrink dazugeben und erwärmen (etwa lauwarm sollte das ganze sein). Die Hefe hinein rühren. Mehl, Zucker, Salz und Kardamom vermengen, dann die Flüssigkeit hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
30-40 Minuten gehen lassen - glücklicherweise schien zu diesem Zeitpunkt noch die Sonne.


Füllung
85g Zucker
3 EL Zimt
100 g Margarine

Die Margarine schmelzen. Zimt und Zucker mischen.

Den Teig ausrollen (möglichst rechteckig), mit der geschmolzenen Margarine bestreichen und großzügig mit Zimt und Zucker bestreuen. Von der langen Seite einrollen und in 10 Stücke schneiden (falls die Rolle zu lang sein sollte, kann man sie auch vorsichtig "zusammenschieben"). In eine mit Alufolie ausgelegte und leicht eingeölte Alu-Grillschale geben und abgedeckt nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Grill anheizen. Ich weiß nicht, ob es notwendig war, aber aus einem 2. Grillrost, den ich mit Alufolie umwickelt habe, habe ich eine Art "Deckel" gebastelt, einfach, dass die Hitze nach oben nicht so schnell entweichen kann. Obs auch komplett ohne gegangen wäre - ich glaube schon.

Das Grillen der Kanelbullar geht wirklich schnell - keine 10 Minuten lagen sie drauf. Allerdings war die Kohle wohl noch etwas zu heiß :D

Die rohen Kanelbullar vor dem 2. Gehen lassen 

Auf dem Grill 

Auf dem Grill mit "Deckel" 

Fertig! 

Uuuuuups. Zu viel Unterhitze. Das nächste Mal, welches es definitiv geben wird, lieber etwas warten, bis die Kohle etwas abgekühlt ist. Das dunkle Teigstück einfach abschneiden - und schon hat man leckerste, frische Kanelbullar!

Und wenn wird grad bei der Kaffeetafel sind: eine true fruits Flasche aus Zeiten, aus denen die Sprüche auf der Flasche noch lustig waren - drin ist übrigens Sojadrink, den ich für den Teig gebraucht habe - man muss sich ja organisieren, wenn man alles von Zuhause in den Garten schleppen muss^^



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Tierischer Besuch


(wer Angst vor Mäusen hat, sollte diesen Beitrag nicht bis zum Ende ansehen)

Seitdem wir keine Hunde mehr haben und nur noch selten Besuch von welchen bekommen, werden die "wilden" Tiere im Garten immer zutraulicher - zwar nicht so, dass man sie anfassen könnte oder so (das will ich auch gar nicht), aber sie laufen / fliegen nicht mehr so schnell weg, wenn man sich mal etwas schneller bewegt.

Am Futterhaus tummeln sich viele Vögel und von Jahr zu Jahr kommen neue hinzu. Blau-, Kohl- und Haubenmeisen, Kleiber, Buch- und selten auch Grünfinken; und neu: Gimpel und Schwanzmeisen (oh mein Gott, sind die süß!)

Im Gartenteich fühlen sich die Molche wohl und ich versuche immer, sie beim Auftauchen zu fotografieren - meistens gelingt es nicht, weil sie einfach so schnell wieder weg sind. 
Vor Jahren hatten wir im Garten eine (vielleicht auch 2) Ringelnatter, die alle Molche aufgefressen hat. Nachdem der Teich dann leer gefressen war, ist sie dann von dannen gezogen.. trotzdem wars sehr interessant, so eine Ringelnatter mal "live" zu sehen :)




Bald kommen dann auch wieder die Libellen. Ich mag Libellen!


Bisher dachten wir, dass wir nur 2 Eichhörnchen im Garten haben. Vor 3 Wochen wurde die Zahl dann auf 3 korrigiert und nachdem meine Eltern 2 Wochen im Garten Urlaub machten, sind wir jetzt bei 4. Die "Anreise" der Hörnchen ist allerdings (mehr oder weniger) riskant: Stromkabel - zwar isoliert, aber trotzdem habe ich immer ein ungutes Gefühl, wenn ich sie darauf zur Trauerweide laufend beobachte. 






Und ne Maus: oh mein Gott... diese Augen ♥


Ich mag den Garten. Zu Beginn meiner Teeganger-Jahre konnte ich damit nicht wirklich viel anfangen, aber je älter man wird, desto mehr lernt man ihn zu schätzen. Man entflieht dem Alltagslärm, der einen ständig umgibt (besonders nervig finde ich den Fluglärm -.-), der Enge der "Stadt", der Anwesenheit fremder Menschen in ein grünes Paradies voller Stille, wunderschönem Vogelgesang und erholsamen Stunden an der frischen Luft.  

1 Kommentar :

  1. Muss herrlich gewesen sein, so ein schöner Tag und dann noch leckeres Essen und 'tierischer' Besuch. Danke für's Teilen.☺

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