Samstag, 14. Juni 2014

Nusszopf

Lange Zeit habe ich auf Nusszopf verzichtet und meiner Familie neidisch dabei zu gesehen, wie sie den gekauften vor meinen Augen verspeist haben (Folter!). In den Fertignussfüllungen, die man ab und zu (vor allem zur Weihnachtszeit) in den Regalen der Supermärkte findet, sind Milchbestandteile verarbeitet... na toll! Aber dann hat es mich gepackt... das Verlangen nach Nusszopf und hat mich tagelang gequält. Am heißen Pfingstsonntag hat es mich dann letztendlich besiegt....

Ich muss sagen: besser, als jeder Nusszopf - egal ob vom Bäcker oder vom Supermarkt - den ich jemals gegessen habe. Ich schwebe noch immer....


Für einen  (riesen!) Nusszopf

Hefeteig:

500g Dinkelmehl (630)
1 Würfel frische Hefe (oder 2 Tütchen Trockenhefe)
200ml Haferdrink, lauwarm
40g Zucker
1/2 TL Salz
70g Alsan
Schalenabrieb einer 1/2 Zitrone

Mehl, Zucker, Salz und Zitronenabrieb miteinander vermengen. Hefe mit den Händen zerbröseln und auf der Mehlmischung verteilen. Haferdrink erwärmen und die Alsan darin auflösen.

Die Flüssigkeit zu der Mehlmischung geben und alles zu einem geschmeidig-glatten Hefeteig kneten. In einer Schüssel an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen (bei Temperaturen von 30°C draußen geht das ganz flott - oder eben so lange, bis er sich verdoppelt hat).


Ofen auf 180°C vorheizen.


Nussfüllung:

110ml Haferdrink
90g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
1/2 TL Zimt
200g gemahlene Haselnüsse

Den Haferdrink aufkochen, die restlichen Zutaten einrühren und etwa 10 Minuten quellen lassen.



Ist der Teig gegangen und die Nussfüllung fertig, gehts an das Herstellen des Nusszopfes.

Den Hefeteig nochmal kurz durchkneten. Arbeitsfläche bemehlen und den Teig zu einem Rechteck ausrollen.
Die Nussfüllung auf den Teig geben und alles gleichmäßig darauf verteilen.


Von einer Längsseite her alles fest zu einer Rolle aufrollen und die Rolle auf ein mit einem Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Fürs "Flechten" die Rolle von der Mitte her auf zunächst nur einer Seite einschneiden und halbieren. Die Schnittfläche nach oben drehen, sodass die Füllung nach oben zeigt. Miteinander verdrehen (Bild rechts).
Blech umdrehen und diesen Schritt für die andere Seite wiederholen.
Wer mag kann die (unschönen, spitzen) Enden etwas unter den Zopf drücken.


Das Endergebnis sollte dann so aussehen:


Zudecken und für weitere 10 Minuten gehen lassen. Dann mit etwas Wasser bestreichen und bei 180°C  (Umluft) 25 - 35 Minuten backen, bis er dunkler geworden ist.


Ich habe meinen Zopf noch mit einem Zuckerguss dekoriert. Hierzu einfach 100g gesiebten Puderzucker mit dem Saft von einer Zitrone (und evtl. etwas Wasser) verrühren, bis eine zähflüssig Masse ensteht. Diese auf den noch heißen Zopf pinseln und alles abkühlen lassen.

Bis Pfingstmontag habe ich mich beherrscht (was sehr schwer war... denn dieser herrliche Duft!). Beim Gartenfest dann angeschnitten - und alle waren begeistert. :)


(Und weil der Zopf sooooo groß war und wir ihn am Montag nicht ganz geschafft haben, konnte ich noch bis Mittwoch davon essen... und selbst das letzte Stück war noch frisch, fluffig und innen schön feucht. So, wie man sich einen perfekten Nusszopf eben vorstellt.)

Kommentare :

  1. Lass es mich mal so sagen äh schreiben:

    wieeeeeeeeee cooooooooooooooooooool!!!!!!!!!!!!!

    Der Zopf sieht einfach genialoberleckersuper aus!
    Ich muss ihn einfach nachbacken!!!
    Vielen herzlichen Dank für das Rezept!!!

    Liebste Grüße
    Jackie

    AntwortenLöschen
  2. ach herrje sieht der LECKER aus. Und dein Blog ist auch super schön. Kannst gern bei mir mal vorbeischauen und würde mich freuen, wenn du mich vielleicht in deine Blogroll übernimmst - falls mein Anfänger-blog dir gefällt :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hej Lara :) Vielen Dank! Habe mir gerade deinen Blog angesehen & find ihn toll ♥ hab dich zu "Blogs & Co." hinzugefügt. LG Syrah :) :)

      Löschen
  3. Danke Jackie, habe mir den Zopf gerade gemacht umd freue mich ihn gleich anzuschneiden!! Lg stef

    AntwortenLöschen